Faszien- und Zirkeltraining sind moderne, wirkungsvolle Trainingsansätze, die sowohl im Freizeit- als auch im Leistungssport bedeutende Effekte zeigen. Beide Methoden fördern Fitness, Gesundheit und Wohlbefinden. Während sich das Faszientraining gezielt mit dem Bindegewebe beschäftigt, setzt das Zirkeltraining auf die Kombination unterschiedlicher Kraft-, Ausdauer- und Koordinationsübungen. Unsere Dozentin Annett Baldauf hieß uns am 18.01.2026 herzlich willkommen. Gleich zu Beginn war das große Interesse spürbar; bekannte Gesichter aus Verein und früheren Kursen sorgten für eine freundliche, vertraute Atmosphäre. Nach einer kurzen theoretischen Einführung starteten wir mit der ersten von zwei Einheiten des Tages. Im Fokus standen dabei das zielgruppengerechte Planen von Zirkeltraining für verschiedene Altersgruppen, der Einsatz unterschiedlicher Organisationsformen wie Partnertraining, Intervalltraining und klassischer Zirkel, das situationsgerechte Anpassen und Variieren der Übungen in Abhängigkeit von Teilnehmerzahl, räumlichen Gegebenheiten und vorhandenen Materialien sowie das konsequente Beachten von Sicherheit und Motivation.
Im Anschluss an den Theorieteil bildeten wir durch Abzählen vier Gruppen. Jede Gruppe erhielt die Aufgabe, ein eigenes Zirkeltraining zu planen, vorzuführen und durchzuführen. Die Schwerpunkte reichten von Zirkeltraining mit Geräten über Zirkeltraining ohne Geräte ausschließlich mit dem eigenen Körper bis hin zu einem Cardio-orientierten Zirkel sowie einem Zirkel mit besonderem Fokus auf Schnelligkeit und Koordination. Die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppen verlief sehr gut, sodass vier durchdachte und abwechslungsreiche Stationstrainings entstanden. Besonders bereichernd war, dass alle Teilnehmenden sowohl in die Rolle der Trainierenden als auch in die des Lehrenden schlüpften. Die Einheiten waren herausfordernd und anstrengend, gleichzeitig aber sehr effektiv und lehrreich. Das Verteilen und anschließende Verräumen der Materialien gelang zügig, da alle tatkräftig mithalfen.
Nach der Mittagspause, die viele zur Erholung an der frischen Luft oder zum Austausch mit anderen Teilnehmenden und der Dozentin nutzten, starteten wir gestärkt in die zweite Einheit des Tages. Inhaltlich widmeten wir uns den Faszien und ihrer Bedeutung für Training und Bewegung. Aufbauend auf einer kurzen theoretischen Grundlage wurde vermittelt, welche Funktionen Faszien im Körper übernehmen, weshalb reines Muskeltraining und klassisches Dehnen häufig nicht ausreichen und welche Rolle ein gut versorgtes, elastisches Fasziennetz für Beweglichkeit, Schmerzfreiheit und Leistungsfähigkeit spielt. Für die praktische Umsetzung rollten wir unsere Yogamatten bzw. Gymnastikmatten in einem großen Kreis aus und folgten aufmerksam der Anleitung. Der praxisnahe Anteil stand deutlich im Vordergrund, wodurch wir direkt erleben konnten, wie sich Faszienarbeit anfühlt und welche unmittelbaren Effekte bestimmte Bewegungsabfolgen haben. Ein zentrales Erkenntnis war, dass Hilfsmittel wie Faszienrollen oder -bälle zwar sinnvoll sein können, jedoch nur einen kleinen Teil der Gesamtarbeit ausmachen. Häufig ist es effektiver, die Faszien durch gezielte, fließende Bewegungen und Körperwahrnehmung ohne zusätzliche Geräte zu lösen und geschmeidig zu halten.
Die Stimmung während des gesamten Tages war konstruktiv, motivierend und von gegenseitigem Respekt geprägt. Der abwechslungsreiche Wechsel zwischen Theorie und Praxis sowie die Möglichkeit, Übungen sowohl selbst auszuführen als auch anzuleiten, machten die Fortbildung besonders praxisnah. Die Teilnehmenden zeigten hohe Einsatzbereitschaft, Kreativität und Teamgeist, was sich in der Qualität der erarbeiteten Zirkeltrainings und der sorgfältigen Umsetzung der Faszieneinheit widerspiegelte.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich Faszien- und Zirkeltraining hervorragend ergänzen: Die Faszienarbeit unterstützt Beweglichkeit, Regeneration und die Vorbeugung von Schmerzen, während das Zirkeltraining Kraft, Ausdauer und Koordination nachhaltig verbessert. Wer beide Trainingsformen regelmäßig kombiniert, kann Gesundheit, Beweglichkeit und Leistungsfähigkeit langfristig steigern. Die Fortbildung am 18.01.2026 bot hierfür zahlreiche praktische Impulse und konkrete Anregungen, die sich unmittelbar in den Vereins- und Trainingsalltag übertragen lassen. Ein herzlicher Dank gilt unserer Dozentin Annett Baldauf und allen Teilnehmenden für ihren engagierten Beitrag zu diesem lehrreichen und inspirierenden Tag.

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